Sportwetten
Sportwetten
Wäre das Geld verdienen mit Sportwetten wirklich so einfach wie dies die Wettanbieter in ihren Reklamen kommunizieren, dann würde es wohl keine Menschen mehr ohne Geldsorgen geben. Die Wahrheit ist jedoch, dass die überwiegende Mehrheit der registrierten Wettkunden zur Verliererseite zählt. Warum dies so ist kann relativ einfach dadurch erklärt werden, dass viele Hobbywetter einfach blind auf Favoritensiege setzen ohne sich um gute Wettquoten oder Hintergrundinformationen zu kümmern.
Besonders das (beinahe) sture Tippen auf Favoriten erweist sich langfristig gesehen als nicht profitabel. Der Grund dafür ist, dass Favoritenquoten nur selten faire Quoten sind denn da überproportional viele Wetten auf Favoriten eingehen, müssen die Wettanbieter die Quoten immer weiter senken, damit sie ihr eigenes Verlustrisiko minimieren. Der Effekt ist dabei mit dem Aktienhandel vergleichbar – nur eben umgekehrt. Je mehr Leute eine Aktie kaufen möchten, desto eher steigt der Preis des Wertpapiers. Bei Wettquoten verhält sich dies genau umgekehrt, denn steigende Nachfrage führt zu sinkenden Quoten. Sinkende Favoriten-Koeffizienten bedeuten aber gleichzeitig, dass die Wettquoten auf den Außenseiter einer Partie steigen müssen. Genau hier liegt auch das wahre Potenzial von Fussballwetten bzw. Sportwetten im Allgemeinen. Während Favoritenquoten oftmals durch den oben beschriebenen Effekt unterbewertet sind, kann man bei Außenseiterquoten sehr wohl Preise finden, die über dem eigentlichen „Marktwert“ liegen.
Manch einer mag nun sagen, dass es vollkommen irrelevant sei ob eine Wettquote unter- oder überwertet ist, da es schließlich nur darum geht einen richtigen Tipp abzugeben. Teilweise ist diese Aussage auch richtig, doch muss man bei Sportwetten immer die langfristige Perspektive in den Vordergrund stellen. Kauft man beispielsweise als Großhändler ein Produkt um € 100 ein und verkauft es anschließend zu einem Durchschnittpreis von € 99 dann macht man logischerweise Verluste. Mit Wettquoten verhält es sich dabei ähnlich, denn auch hier muss man danach trachten überhöhte Quoten zu finden; bei Favoritentipps wird dies eher selten vorkommen da die Masse der Spieler die Wettquoten unter ihren eigentlichen Wert drückt.
Es soll nicht fälschlicherweise der Eindruck entstehen, dass Tipps auf Favoriten generell eine schlechte Sache sind. Viele erfolgreiche Wetter haben sich auch auf Favoritenwetten spezialisiert, nur liegt der Unterschied zwischen Profi und Freizeitspieler darin, dass sich der Profi nicht von großen Namen à la Madrid oder Manchester United blenden lässt sondern sachlich und kühl alle spielrelevanten Faktoren berücksichtigt und dann entscheidet ob die angebotene Wettquote spielbar ist. Anfängern ist jedenfalls zu raten, dass sie sich ebenfalls nicht von groß klingenden Fußballnamen verrückt machen lassen sollen, sondern versuchen sollten sich Fachkompetenz in einem kleinen Teilbereich anzueignen; dabei kann man sich beispielsweise auch auf Sportwetten in der Regionalliga oder einer beliebigen ausländischen Liga spezialisieren. Wichtig ist nur, dass man verlässliche Informationsquellen aufspürt und sich nach und nach vom „Mainstream“ der Hobbywetter abhebt.
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